SRI512 Datenblatt für 13,56 MHz RFID-Speicherchip
August 18, 2024 1142 KommentareÜbersicht zum kontaktlosen SRI512 13,56 MHz EEPROM
Das SRI512 Datenblatt beschreibt einen kontaktlosen Kurzstrecken-Speicherchip für wiederverwendbare RFID-Medien, die eine zuverlässige Identifikation, kompakten EEPROM-Speicher und eine schnelle Kommunikation mit Lesegeräten benötigen. Der Chip arbeitet mit 13,56 MHz und verwendet die ISO 14443 Typ B Luftschnittstelle sowie das entsprechende Rahmenformat. Dadurch eignet er sich besonders für HF-Kontaktlossysteme, bei denen eine stabile Nahbereichskommunikation wichtiger ist als große Lesedistanzen. Mit 512 Bit EEPROM-Speicher, blockbasierter Datenverwaltung und einer 64-Bit eindeutigen Kennung unterstützt der Chip einfache Anwendungen wie Zugangskontrolle, Zählerfunktionen, Ticketing, Identifikation und Produktauthentifizierung in kompakten Inlays oder Kartenformaten.
Für Hersteller fertiger RFID-Produkte liegt der Vorteil des SRI512 nicht nur in der Speicherkapazität, sondern auch in der Kombination aus einfacher Befehlsstruktur, Antikollisionsfunktion und geschütztem Schreibzugriff. Der Chip kann in kundenspezifischen RFID Cards, Zutrittsmedien, wiederverwendbaren Event-Tickets, Mitgliedschaftskarten und weiteren Kurzstrecken-Transpondern eingesetzt werden, die eine definierte Identität sowie begrenzte, kontrollierte Datenspeicherung benötigen. Besonders geeignet ist er für Systemintegratoren, die ISO 14443 Typ B Kommunikation, 106 Kbit/s Datenrate und eine klar strukturierte Speicheraufteilung während der Personalisierung benötigen.
Technische Kerneigenschaften
HF-Schnittstelle und Kommunikation
Der SRI512 wird über das elektromagnetische Feld des Lesegeräts mit Energie versorgt, die über die Antennenanschlüsse AC0 und AC1 aufgenommen wird. Die Datenübertragung vom Lesegerät zum Chip erfolgt über 10 % ASK-Modulation auf dem 13,56 MHz Träger, während der Chip Antworten durch Lastmodulation mit BPSK-Codierung auf einem 847 kHz Unterträger übermittelt. Die bidirektionale Datenrate beträgt 106 Kbit/s. Jeder Befehls- oder Antwortrahmen enthält SOF-, Daten-, CRC- und EOF-Elemente. Diese Struktur ermöglicht eine einfache Integration in ISO 14443 Typ B kompatible Lesersysteme. Das Datenblatt nennt außerdem bis zu 1 Million Lösch-/Schreibzyklen, eine Datenspeicherung von 40 Jahren und eine typische EEPROM-Programmierzeit von 5 ms.
Der Befehlssatz umfasst INITIATE, PCALL16, SLOT_MARKER, SELECT, COMPLETION, RESET_TO_INVENTORY, READ_BLOCK, WRITE_BLOCK und GET_UID. In der Praxis erkennt das Lesegerät zunächst einen oder mehrere Chips im Feld, wählt anschließend über die Chip_ID einen bestimmten Transponder aus und liest oder beschreibt die benötigten Speicherblöcke. Wird eine ungültige CRC empfangen, verwirft der Chip den Datenrahmen, anstatt einen unsicheren Befehl auszuführen. Dies gewährleistet ein zuverlässiges Verhalten in Produktionsumgebungen und im späteren Einsatz.
Speicheraufbau und Datenschutz
Der Speicher ist in 16 Blöcke mit jeweils 32 Bit organisiert. Die Blöcke 0 bis 4 bilden einen rücksetzbaren OTP-Bereich, die Blöcke 5 und 6 enthalten zwei 32-Bit Countdown-Binärzähler, während die Blöcke 7 bis 15 als sperrbarer EEPROM-Nutzerspeicher dienen. Der EEPROM-Bereich verwendet während WRITE_BLOCK-Vorgängen einen automatischen Löschzyklus. Der rücksetzbare OTP-Bereich ermöglicht dagegen gezielte Änderungen von Bits von 1 auf 0. Dadurch stehen verschiedene Speicherbereiche für Statusinformationen, Nutzungszähler, Anwendungsdaten und Schutzkonfigurationen zur Verfügung.
Die beiden Binärzähler eignen sich für Anwendungen mit kontrollierter Verringerung von Nutzungswerten, beispielsweise bei begrenzten Zugängen, Servicepunkten, gespeicherten Guthaben oder Veranstaltungszählungen. Die Zählerwerte können ausschließlich reduziert werden. Eine automatische Antitearing-Funktion schützt den vorherigen Wert bei einem Stromausfall während des Programmiervorgangs. EEPROM- und Zählerblöcke können zusätzlich über das System-Lock-Register schreibgeschützt werden, sodass fertige RFID-Medien personalisiert, geprüft und anschließend entsprechend den Projektanforderungen gesperrt werden können.
Geeignete Anwendungen für fertige RFID-Produkte
Der SRI512 eignet sich für wiederverwendbare RFID-Produkte mit kurzer Lesedistanz, bei denen Lesegerät und Transponder bewusst nah zusammengeführt werden. Typische Anwendungen sind Ausweiskarten, Kundenkarten, Transport- und Veranstaltungstoken, wiederverwendbare Tickets, Zutrittsmedien und geschlossene Steuerungssysteme. Bei der Integration in RFID Wristbands können kompakte kontaktlose Lösungen für Veranstaltungseinlass, Schließfachzugang oder Mitgliedschaftsprüfung realisiert werden.
Da der Chip für Kurzstreckenanwendungen entwickelt wurde, ersetzt er keine UHF-Transponder für große Reichweiten oder Hochleistungssmartcards mit großem Speicher. Seine Stärke liegt in einfacher HF-Kontaktlosspeicherung mit Antikollision, UID-Auslesung und kontrolliertem Block-Schreibzugriff. Für Projekte mit kompatiblen Codierstationen, Prüfgeräten oder Zugangsterminals sollte die Kombination mit geeigneten HF RFID Readers frühzeitig geprüft werden, einschließlich Befehlsunterstützung, Antennengröße, Reichweite und Softwareablauf.
Hinweise zu Gehäuse, Codierung und kundenspezifischer Anpassung
Das Datenblatt beschreibt verschiedene Wafer- und Antennenoptionen, darunter die Formate A3, A4 und A5. Bei der Fertigung fertiger RFID-Produkte hängt die Auswahl von der Baugröße des Trägermaterials, der gewünschten Lesereichweite, der Laminierungsstruktur und der Antennenabstimmung ab. Bei Karten- oder Label-Produkten beeinflussen Antennengeometrie, Materialstärke, Chip-Bonding und Endverkapselung die Lesestabilität. Die Speicherinhalte werden normalerweise während der Personalisierung definiert. Sperreinstellungen sollten erst nach erfolgreicher Datenprüfung aktiviert werden.
Bei der Planung kundenspezifischer Produkte sollten Käufer das benötigte Chipmodell, Lesegerät, Speicherlayout, UID-Verarbeitung, Druckdesign, Trägermaterial und die Einsatzumgebung festlegen. Eine PVC-Karte, ein Papierticket, ein Silikonarmband oder ein kleines RFID-Token können trotz identischem Speicherchip unterschiedliche Antennenstrukturen erfordern. Eine technische Abstimmung vor der Serienproduktion hilft, elektrische Eigenschaften des SRI512 und mechanisches Produktdesign optimal aufeinander abzustimmen.
Häufig gestellte Fragen zum SRI512 Datenblatt
Wofür wird der SRI512 Chip hauptsächlich eingesetzt?
Der SRI512 wird hauptsächlich in kontaktlosen HF-RFID-Produkten eingesetzt, die einen kleinen EEPROM-Speicher, eine feste eindeutige Kennung und einfache Lesebefehle benötigen. Er eignet sich für wiederverwendbare Zutrittsmedien, Token, Tickets und kundenspezifische RFID-Produkte mit ISO 14443 Typ B Kommunikation und überschaubarer Datenstruktur.
Unterstützt SRI512 die ISO 14443 Typ B Kommunikation?
Ja. Der Chip unterstützt die ISO 14443-2 Typ B Funkschnittstelle sowie das ISO 14443-3 Typ B Rahmenformat. Er verwendet einen 13,56 MHz Träger, 10 % ASK für die Kommunikation vom Lesegerät zum Chip und BPSK-Lastmodulation auf einem 847 kHz Unterträger für Antworten vom Chip. Die Unterstützung der SRI512 Befehle sollte dennoch vor der Systemintegration geprüft werden.
Wie viel Speicher bietet der SRI512?
Der Chip bietet 512 Bit Speicher, organisiert in 16 Blöcken mit jeweils 32 Bit. Die Speicherstruktur umfasst rücksetzbare OTP-Bereiche, zwei 32-Bit Countdown-Zähler, sperrbare EEPROM-Nutzerblöcke sowie Systembereiche für Schutz- und Konfigurationseinstellungen. Dadurch eignet er sich für kompakte Datenspeicherung, Statusinformationen, begrenzte Nutzungszählungen und kontrollierte Personalisierung.
Kann SRI512 für Zutrittskarten oder RFID-Armbänder verwendet werden?
Ja, wenn das Lesesystem den Chip unterstützt und das erforderliche Sicherheitsniveau für kontaktlose Speichertechnologie geeignet ist. Er eignet sich für Kurzstreckenidentifikation, Mitgliedschaftssysteme und geschlossene Anwendungen. Die endgültige Auswahl sollte jedoch anhand von Lesegerätekompatibilität, Codierungsanforderungen, mechanischem Aufbau und Projektsicherheit erfolgen.
Welche Funktion hat die Antikollisionsfunktion?
Die Antikollisionsfunktion ermöglicht es einem Lesegerät, einen einzelnen SRI512 Chip zu erkennen und auszuwählen, wenn sich mehrere kompatible Transponder im Lesefeld befinden. Durch zufällig vergebene 8-Bit Chip_ID-Werte und Slot-basierte Befehle kann das Lesegerät einzelne Transponder identifizieren, bevor Daten gelesen, geschrieben oder deaktiviert werden.
Kann der Speicher nach der Codierung gesperrt werden?
Ja. Über das Lock-Register können EEPROM- und Zählerblöcke geschützt werden, sodass programmierte Daten später nicht mehr verändert werden können. Dies ist besonders für fertige RFID-Medien geeignet, die codiert, geprüft und anschließend vor dem Versand dauerhaft fixiert werden sollen. Die Sperrung sollte sorgfältig erfolgen, da geschützte Bereiche nicht wieder in den normalen Schreibmodus zurückgesetzt werden können.
Was sollte vor der Bestellung von SRI512-basierten Produkten geprüft werden?
Vor der Bestellung sollten Chipmodell, Produktformat, Antennengröße, Lesegerät, Reichweite, Speicheraufteilung, Druckdesign, UID-Nutzung und erforderliche Sperrbereiche bestätigt werden. Bei laminierten, vergossenen oder eingebetteten Produkten wird eine Musterprüfung empfohlen, um eine stabile Kurzstreckenleistung des fertigen RFID-Produkts sicherzustellen.



