SR176 Datenblatt für 13,56 MHz EEPROM-Transponder
August 18, 2024 1180 KommentareDer SR176 ist ein kontaktloser EEPROM-Chip mit 13,56 MHz für kurze Reichweiten. Er wurde für kompakte Identifikationsmedien entwickelt, die eine werkseitig programmierte 64-Bit-UID, einen kleinen beschreibbaren Speicherbereich und eine einfache Kommunikation nach ISO 14443 Typ B benötigen. Diese SR176 Datenblatt-Seite fasst die wichtigsten technischen Parameter für die Bewertung des Chips in älteren Transponderkarten, kompakten RFID-Tags, Zutrittsmedien, Asset-Markierungen und weiteren Nahbereichs-Identifikationsanwendungen zusammen.
Laut SR176 Datenblatt unterstützt das Bauteil die ISO 14443-2 Typ B Luftschnittstelle sowie das ISO 14443-3 Typ B Rahmenformat. Die Kommunikation erfolgt mit 106 Kbit/s, wobei der Leser zum Tag eine ASK-Modulation und der Tag zum Leser eine BPSK-Codierung verwendet. Der Chip verfügt außerdem über einen 847,5-kHz-Unterträger und einen integrierten Abstimmkondensator, wodurch Antennendesigner zuverlässige Inlays ohne zusätzliche externe Komponenten realisieren können.
Überblick zum SR176 Datenblatt
Der SR176 bietet einen 176-Bit-EEPROM-Nutzerspeicher, der in 16 Blöcke zu jeweils 16 Bit organisiert ist. Die Blöcke 0 bis 3 enthalten die 64-Bit-UID in einem schreibgeschützten Bereich, während die Blöcke 4 bis 14 für Anwenderdaten verfügbar sind. Block 15 enthält das OTP-Sperrregister, reservierte Bits sowie die programmierbare Chip_ID für die Geräteauswahl. Diese Speicherstruktur eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen eine feste Identität und eine begrenzte Menge an direkt auf dem Medium gespeicherten Daten benötigt werden.
Aus Sicht der Produktion ist der SR176 besonders relevant für kostengünstige Identifikationsprodukte mit kurzer Reichweite, bei denen eine einfache Speicherverwaltung gegenüber umfangreichen Datenstrukturen bevorzugt wird. Das Datenblatt beschreibt den zufälligen Lese- und Schreibzugriff im 16-Bit-Blockmodus mit den Befehlen READ_BLOCK, WRITE_BLOCK, INITIATE, SELECT, COMPLETION, PROTECT_BLOCK und GET_PROTECTION. Diese Funktionen ermöglichen Entwicklern das Auslesen der UID, das Schreiben von Anwendungsdaten, die Prüfung des Schutzstatus und das dauerhafte Sperren ausgewählter Speicherbereiche.
Technische Hauptmerkmale
13,56-MHz-Trägerfrequenz für kontaktlose Anwendungen mit kurzer Reichweite.
ISO 14443 Typ B kompatible Luftschnittstelle und Rahmenstruktur.
Datenübertragungsrate von 106 Kbit/s zwischen Leser und Tag.
176-Bit-EEPROM-Speicher mit blockweiser Schreibschutzfunktion.
Werkseitig programmierte 64-Bit-UID im schreibgeschützten Speicher.
Typische interne Programmierzeit von 5 ms für WRITE-Vorgänge.
Mehr als 100.000 Lösch-/Schreibzyklen und über 40 Jahre Datenerhalt.
Verfügbar als Wafer- oder Antennenformat einschließlich A3-, A4- und A5-Versionen.
Das UID-Format ist für Identifikationssysteme besonders wichtig. Die vollständige 64-Bit-Kennung wird über vier READ_BLOCK-Befehle von UID0 bis UID3 ausgelesen. Die UID enthält eine ST-Herstellerreferenz sowie eine eindeutige Seriennummer, wodurch jedes Bauteil im Lesefeld unterschieden werden kann. Obwohl der SR176 keine vollständige Antikollisionsfunktion besitzt, ermöglicht er eine adressierte Auswahl über eine programmierbare 4-Bit-Chip_ID. Bei korrekter Konfiguration können bis zu 16 SR176-Geräte einzeln im Lesefeld ausgewählt werden.
Speicheraufbau und Schutzfunktionen
Die Speicherstruktur des SR176 ist einfach und übersichtlich. Die ersten vier Blöcke sind für die UID reserviert und können von der Anwendung nicht verändert werden. Die Blöcke 4 bis 14 bilden den EEPROM-Nutzerspeicher, in dem kleine Identifikationsdaten, Statuswerte, Produktcodes oder projektspezifische Informationen gespeichert werden können. Mit dem Befehl PROTECT_BLOCK lässt sich der Schreibzugriff auf Speicherblöcke sperren, während GET_PROTECTION den gespeicherten Schutzstatus aus Block 15 ausliest.
Diese Eigenschaften sind besonders hilfreich bei der Herstellung kontaktloser Karten oder Tags mit festen Daten. Beispielsweise können RFID Cards mit Projektnummern oder Ausgabecodes personalisiert und anschließend geschützt werden, um unbeabsichtigte Änderungen im späteren Einsatz zu vermeiden. Ebenso eignet sich diese Vorgehensweise für kompakte Identifikationslösungen in Plastic Cards, Etiketten, Tickets oder Objekt-Tags, bei denen stabile und wiederholbare Speichereigenschaften wichtiger sind als häufige Aktualisierungen.
Anwendungen und Produktintegration
Das SR176 Datenblatt beschreibt den Chip hauptsächlich für kontaktlose Identifikation über kurze Distanzen und kostengünstige Tags. In der Produktentwicklung kann er für ältere Identifikationsmedien, kundenspezifische Kartenprogramme, einfache Zutrittsmedien, temporäre Projektzugänge, Bibliotheks- und Archivmarkierungen, kompakte Asset-Tags sowie kleine Anwesenheitsnachweise eingesetzt werden. Aufgrund der begrenzten Speicherkapazität eignet sich der Chip besonders für Systeme, bei denen die Datenbank die Hauptinformationen verwaltet und der Chip lediglich eine Identifikationsnummer oder einen kleinen Steuerwert speichert.
Für Kartenhersteller stehen vor allem Antennengeometrie, gewünschte Lesereichweite, Kodierungsprozess, Leserkompatibilität und verfügbares Chipformat im Mittelpunkt. Das Datenblatt nennt Wafer-, Bump-Wafer- und Kupferantennenoptionen einschließlich A3-, A4- und A5-Layouts. Bei der Verwendung des SR176 in Contact IC Cards oder hybriden Zutrittsprojekten sollten Schichtaufbau, Chipposition, Antennenresonanz und Leserfunktion vor der Serienproduktion geprüft werden.
Kompatibilität und Designhinweise
Der SR176 ist ein kontaktloser EEPROM-Chip nach Typ B. Daher muss die Leser-Firmware die entsprechenden Typ-B-Rahmen, Befehlsabläufe, CRC-Prüfungen und Zeitvorgaben unterstützen. Nach dem Einschalten befindet sich das Gerät im stromsparenden abgewählten Zustand und reagiert erst nach dem INITIATE- und SELECT-Prozess korrekt. Nach Abschluss des Speicherzugriffs kann der Befehl COMPLETION den Chip bis zum nächsten Einschaltvorgang deaktivieren.
Das ursprüngliche SR176 Datenblatt kennzeichnet das Bauteil als "Not For New Design". Dies reduziert jedoch nicht seinen Wert für Wartung, Austausch, Dokumentation oder bestehende Produktreferenzen. Für neue Projekte sollten Anwender die Verfügbarkeit, geeignete Alternativen und die Leserkompatibilität prüfen. SCIVAS unterstützt bei der Auswahl geeigneter Karten- oder Tag-Strukturen, Chipoptionen, Kodierungsanforderungen und Gehäuseformen entsprechend der jeweiligen Anwendung.
Häufige Fragen zum SR176 Datenblatt
Wofür wird der SR176 Chip eingesetzt?
Der SR176 wird hauptsächlich für kontaktlose Identifikationsanwendungen eingesetzt, bei denen eine feste UID und ein kleiner beschreibbarer EEPROM-Speicher ausreichen. Typische Einsatzbereiche sind ältere Kartenlösungen, kostengünstige Tags, Objektidentifikation, einfache Zutrittsmedien und projektspezifische Kennungen. Für Anwendungen mit großem Speicher, hohen Sicherheitsanforderungen oder erweiterten Antikollisionsfunktionen ist er nicht vorgesehen.
Ist SR176 mit ISO 14443 Typ B kompatibel?
Ja. Das SR176 Datenblatt beschreibt die Unterstützung der ISO 14443-2 Typ B Luftschnittstelle und des ISO 14443-3 Typ B Rahmenformats. Der Chip arbeitet mit 13,56 MHz und einer Datenrate von 106 Kbit/s. Die Leser-Firmware muss jedoch weiterhin den korrekten Befehlsablauf, die CRC-Verarbeitung, Timing-Anforderungen und Typ-B-Kommunikation implementieren.
Wie ist der SR176 Speicher organisiert?
Der Chip verfügt über 16 Speicherblöcke mit jeweils 16 Bit. Die Blöcke 0 bis 3 enthalten die schreibgeschützte 64-Bit-UID. Die Blöcke 4 bis 14 bilden den EEPROM-Nutzerspeicher, während Block 15 Schutzinformationen und Chip_ID-Daten enthält. Diese kompakte Struktur eignet sich für kleine Projektcodes oder Statusinformationen.
Kann der SR176 Nutzerspeicher geschützt werden?
Ja. Das Datenblatt beschreibt den Befehl PROTECT_BLOCK, mit dem Schreibzugriffe auf EEPROM-Bereiche in Gruppen von zwei Blöcken gesperrt werden können. Über GET_PROTECTION lässt sich anschließend der Schutzstatus auslesen. Dies ist hilfreich, wenn personalisierte Karten- oder Tag-Daten nach der Produktion unverändert bleiben müssen.
Unterstützt SR176 eine Antikollisionsfunktion?
Der SR176 besitzt keine vollständige Antikollisionsfunktion. Stattdessen verwendet er eine adressierte Auswahlmethode über eine programmierbare 4-Bit-Chip_ID. Bei korrekter Einstellung können bis zu 16 SR176-Geräte einzeln ausgewählt werden. Für Anwendungen mit vielen Tags im Lesefeld sollten Entwickler die Leserfunktion vor der Produktfreigabe sorgfältig testen.
Welche Gehäuse- oder Antennenoptionen gibt es für SR176?
Das Datenblatt nennt verschiedene Wafer- und Antennenoptionen, darunter A3-, A4- und A5-Kupferantennenformate. Diese Varianten beeinflussen mechanischen Aufbau, Inlay-Größe und Produktionsprozess. Vor einer Bestellung oder dem Austausch bestehender Strukturen sollten Chipformat, Antennenausführung, Bonding-Verfahren sowie Karten- oder Tag-Abmessungen geprüft werden.
Ist SR176 für neue Produktentwicklungen geeignet?
Das ST-Dokument kennzeichnet den SR176 als nicht für neue Designs empfohlen. Der Chip kann jedoch weiterhin für Wartung, Ersatzbeschaffung, technische Referenzen oder bestehende Kundenprojekte relevant sein. Bei neuen Entwicklungen sollten verfügbare Alternativen, Speicherbedarf, Sicherheitsniveau, Leserkompatibilität und langfristige Versorgung vor der Serienfertigung bewertet werden.



