SLE4428 Datenblatt für sichere EEPROM-Speicherkarten

August 18, 2024 1098 Kommentare

SLE4428 Datenblatt



Übersicht zum SLE4428 Datenblatt

Der SLE4428 ist ein intelligenter 8-Kbit-EEPROM-Chip für synchrone Kontakt-Smartcards, die eine kontrollierte Datenaktualisierung, eine zuverlässige Datenspeicherung und eine einfache Integration in Lesersysteme benötigen. Bei der Kartenproduktion wird dieser Chip eingesetzt, wenn ein Projekt einen 1-KByte-Speicherbereich mit byteweiser Verwaltung anstelle einer kontaktlosen RF-Schnittstelle erfordert. Diese Zusammenfassung des SLE4428 Datenblatts konzentriert sich auf die Funktionen, die für Entwickler, Kartenhersteller, Anbieter von Zugangssystemen und Einkäufer wichtig sind, um die Eignung des Chips für sichere Speicherkarten, Wertkarten, Identifikationskarten, Autorisierungskarten oder Kontakt-Chipkartenprojekte zu bewerten.

Der Speicher ist als 1024 x 8 Bit organisiert und bietet eine gesamte EEPROM-Kapazität von 8192 Bit. Jedes Byte kann direkt adressiert, beschrieben, gelöscht und entsprechend den Anforderungen der Anwendung geschützt werden. Ein separater 1024 x 1 Bit großer Schutzspeicher ermöglicht einen byteweisen Schreibschutz. Sobald ein Schutzbit für ein Byte gesetzt wurde, wird dieser Speicherbereich dauerhaft in einen Nur-Lese-Zustand versetzt. Dies ist besonders hilfreich, wenn Kartenherausgeber Seriennummern, Ausstellerdaten, Gültigkeitsinformationen oder Konfigurationsdaten nach der Personalisierung sichern möchten. Dadurch bleibt der SLE4428 für Speicherkartenanwendungen relevant, bei denen ein kontrolliertes Sicherheitsverhalten wichtiger ist als komplexe Mikrocontroller-Funktionen.

Speicherstruktur und Schreibschutz

Der wesentliche Unterschied zwischen einem herkömmlichen EEPROM-Speicher und der Architektur des SLE4428 liegt in der integrierten, nicht rücksetzbaren Schreibschutzfunktion. Daten können Byte für Byte programmiert werden, während das Schutzbit eine dauerhafte Sperrung ausgewählter Speicherbereiche ermöglicht. Der Chip unterstützt Lösch- und Schreibvorgänge sowie reine Schreib- oder Löschoperationen. Das Ende eines Programmiervorgangs wird über den Datenausgang signalisiert, sodass das Hostsystem erkennen kann, wann der interne Vorgang abgeschlossen ist und der nächste Befehl ausgeführt werden kann.

Für Kartenherausgeber bietet der byteweise Schreibschutz eine klare Trennung zwischen unveränderlichen Daten und Bereichen, die kontrolliert aktualisiert werden müssen. Beispielsweise können Kartenhersteller feste Kartennummern, Chargencodes oder Anwendungskennungen in geschützten Speicherbereichen ablegen, während andere Bereiche für Transaktionszähler, Servicestatus oder temporäre Projektdaten verfügbar bleiben. Bei unserer Produktion von Kontakt-Chipkarten ist dieses Speicherverhalten besonders geeignet, wenn Kunden eine einfache und langlebige Kontaktkarte ohne die Kosten und Komplexität einer CPU-basierten Smartcard benötigen.

Programmierbarer Sicherheitscode und Zugriffskontrolle

Der SLE4428 erweitert die geschützte EEPROM-Struktur durch eine programmierbare Sicherheitscodeprüfung. Das Lesen des Benutzerspeichers ist grundsätzlich möglich, während Schreib- und Löschvorgänge erst nach erfolgreicher Eingabe des zweistelligen PSC aktiviert werden. Der PSC-Bereich selbst ist im normalen Betrieb nicht lesbar. Fehlgeschlagene Zugriffsversuche werden über einen Fehlerzähler verwaltet. Nach acht aufeinanderfolgenden falschen PSC-Eingaben werden weitere Prüfversuche gesperrt, wodurch unbegrenzte Passwortversuche verhindert und eine praktische Sicherheitsgrenze für Schreiboperationen geschaffen wird.

Nach erfolgreicher PSC-Prüfung können EEPROM-Lösch- und Schreibvorgänge bei anliegender Betriebsspannung durchgeführt werden. Der Fehlerzähler wird durch den Chip nicht automatisch zurückgesetzt. Daher müssen Lesegeräte oder Personalisierungssysteme bei Initialisierung, Aktualisierung und Endprüfung die korrekte Befehlsfolge einhalten. Für Systementwickler bedeutet dies, dass der SLE4428 als sichere Speicherkomponente mit definierten Steuerungsanforderungen betrachtet werden sollte und nicht als einfacher Standardspeicher. Eine zuverlässige Softwaresteuerung ist entscheidend, um gesperrte Karten, fehlerhafte Personalisierungen oder spätere Ausfälle zu vermeiden.

Schnittstelle, Pinbelegung und elektrische Eigenschaften

Der Chip verwendet einen synchronen seriellen Drei-Draht-Bus mit den Signalen RST, CLK und I/O. Die Kontaktkonfiguration entspricht der synchronen Übertragung nach ISO 7816. Bei der Standardbelegung wird C1 für VCC, C2 für RST, C3 für CLK, C5 für GND und C7 für die Open-Drain-Datenleitung verwendet. C4, C6 und C8 sind nicht verbunden. Diese vertraute Kontaktanordnung ermöglicht die Integration in Kunststoffkarten und die Nutzung mit kompatiblen Kontaktkartenlesern, Personalisierungsstationen und Prüfgeräten.

Laut Datenblatt liegt die normale Versorgungsspannung zwischen 4,5 V und 5,5 V, wobei 5 V der typische Betriebswert ist. Der angegebene Umgebungstemperaturbereich beträgt -35 °C bis 100 °C. Die Taktfrequenz ist mit 20 kHz spezifiziert und der typische Stromverbrauch ist für herkömmliche Kontaktkartensysteme ausgelegt. Auch die minimalen Schreib- und Löschzeiten sind definiert, weshalb die Firmware des Lesers die erforderlichen Zeitabläufe berücksichtigen muss und nicht von modernen Hochgeschwindigkeits-EEPROM-Verhalten ausgehen darf.

Kartenproduktion und geeignete Anwendungen

Der SLE4428 ist als Chip oder als M2.2 Wire-Bond-Modul zur Integration in Karten erhältlich. In der Serienproduktion unterstützt die Modulvariante standardmäßige Laminierungs- und Fräsprozesse für Kontakt-Chipkarten. Der Chip eignet sich für individuell bedruckte Karten, Identifikationskarten, Mitgliedskarten, Kundenkarten, Hotelkarten oder Zugangskarten, bei denen ein geschützter EEPROM-Speicherbereich benötigt wird. Beim Vergleich von Kontakt-Speicherkarten mit umfassenderen Lösungen wie RFID-Karten sollten Schnittstelle, Sicherheitsanforderungen, Lesedistanz und Systemkompatibilität berücksichtigt werden.

Da der SLE4428 ein Kontakt-EEPROM-Baustein ist, verfügt er selbst nicht über eine drahtlose Kommunikationsfunktion. Er ist daher kein direkter Ersatz für kontaktlose HF- oder UHF-Chips, sofern die Leserinfrastruktur keine Kontaktkarten unterstützt. Dennoch kann er innerhalb eines umfassenden Kartenprogramms zusammen mit Magnetstreifenkarten, bedruckten ID-Karten, PVC-Mitgliedskarten oder Dual-Technologie-Karten eingesetzt werden. Für Kunden, die Kartenkörper mit Signaturfeld, Nummerierung, Barcode-Druck oder individuellem Design benötigen, kann das Chipmodul mit Kartenfertigungsleistungen kombiniert werden, ähnlich wie bei Plastikkarten.

Für Einkaufsteams sind vor allem Speichergröße, PSC-Verwaltung, Leserunterstützung, Kartenmaterial, Modulposition, Designanforderungen und Prüfverfahren wichtige Auswahlkriterien. Das SLE4428 Datenblatt sollte vor der Serienproduktion gemeinsam mit dem vorgesehenen Leserprotokoll und der Personalisierungssoftware geprüft werden. Dadurch lassen sich Unterschiede zwischen elektrischer Schnittstelle, Kartenbefehlen und erwarteter Datenstruktur vermeiden.

Häufige Fragen zum SLE4428 Datenblatt

Welcher Chiptyp ist der SLE4428?

Der SLE4428 ist ein intelligenter 8-Kbit-EEPROM-Chip für synchrone Kontakt-Smartcards. Er bietet 1024 x 8 Bit Benutzerspeicher, byteweise Adressierung, dauerhaften Schreibschutz und einen zweistelligen programmierbaren Sicherheitscode. Er wird hauptsächlich eingesetzt, wenn eine einfache Kontakt-Speicherkarte mit kontrollierten Schreibfunktionen benötigt wird und keine Mikroprozessorfunktionen erforderlich sind.

Wie viel Speicher bietet der SLE4428?

Der Chip verfügt über 8 Kbit EEPROM-Speicher, organisiert als 1024 Bytes mit jeweils 8 Bit. Zusätzlich steht ein 1024 x 1 Bit großer Schutzspeicher zur Verwaltung des byteweisen Schreibschutzes zur Verfügung. Dadurch können Kartenherausgeber definieren, welche Speicherbereiche bearbeitbar bleiben und welche nach der Personalisierung dauerhaft geschützt werden.

Welche Funktion hat der PSC beim SLE4428?

Der programmierbare Sicherheitscode steuert den Zugriff auf Schreib- und Löschfunktionen. Ohne korrekte PSC-Prüfung können Benutzerdaten gelesen, aber nicht verändert werden. Der Chip verfügt über einen Fehlerzähler. Nach acht falschen PSC-Eingaben werden weitere Prüfungen blockiert, wodurch die Karte vor wiederholten unberechtigten Zugriffsversuchen geschützt wird.

Kann der SLE4428 für RFID-Karten verwendet werden?

Der SLE4428 selbst ist kein RFID-Chip, da er eine Kontakt- und keine Funkverbindung verwendet. Er kann jedoch Bestandteil eines umfassenden Kartenprogramms mit kontaktlosen RFID-Produkten sein. Für drahtlose Kommunikation wird ein separater RFID- oder NFC-Chip benötigt.

Welche Schnittstelle verwendet der SLE4428?

Der SLE4428 nutzt eine synchrone serielle Drei-Draht-Schnittstelle mit RST, CLK und I/O. Die Kontaktbelegung entspricht der synchronen ISO 7816 Übertragung. C1 dient als VCC, C5 als Masse und C7 als Open-Drain-Datenleitung, während nicht benötigte Kontakte in der Standardkonfiguration nicht verbunden sind.

Für welche Anwendungen eignen sich SLE4428 Karten?

SLE4428 Karten eignen sich für gespeicherte Informationen, Zugangskontrolle, Mitgliedersysteme, Servicekarten, Kundenkarten und weitere Anwendungen, bei denen Kontakt-Speicher und kontrollierte Datenaktualisierung erforderlich sind. Sie sind besonders geeignet, wenn bestimmte Datenfelder nach der Ausgabe gesperrt werden müssen, während andere Bereiche weiterhin autorisiert geändert werden können.

Was sollte vor der Bestellung von SLE4428 Karten geprüft werden?

Vor einer Bestellung sollten Lesertyp, Versorgungsspannung, Personalisierungsdaten, PSC-Richtlinien, Schreibschutzkonzept, Modulposition, Kartenmaterial und Druckanforderungen bestätigt werden. Außerdem empfiehlt sich ein Test mit Musterkarten am tatsächlichen Leser und der eingesetzten Software, da korrekte Befehlszeiten und PSC-Verwaltung entscheidend für eine erfolgreiche Kartenausgabe und den späteren Betrieb sind.

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