SL2S6002 ICODE DNA Datenblatt für sichere HF-RFID-Anwendungen

August 18, 2024 1221 Kommentare

ICODE DNA Datenblatt

MIFARE SAM AV3 für NTAG 5 ICODE DNA und UCODE DNA

Funktionsvergleich zwischen ICODE SLIX, ICODE SLIX2, ICODE 3 und ICODE DNA



Übersicht zum SL2S6002 ICODE DNA Datenblatt

Der SL2S6002 ICODE DNA ist ein sicherer Hochfrequenz-RFID-Chip für Anwendungen, bei denen eine zuverlässige Produktidentifikation mit einer geschützten kryptografischen Authentifizierung kombiniert werden muss. Laut ICODE DNA Datenblatt arbeitet der Chip mit 13,56 MHz und nutzt die ISO/IEC 15693 Luftschnittstelle. Dadurch eignet er sich für HF-RFID-Labels mit größerer Reichweite, sichere Produktkennzeichnung, Dokumentenidentifikation und Ticketing-Anwendungen. Der Chip selbst ist kein fertiges RFID-Produkt, sondern ein integriertes Bauteil, das in RFID-Inlays, Labels, Karten, Tickets oder kundenspezifische Transponder integriert wird.

Der entscheidende Vorteil dieses Chips liegt in der Verbindung von guter Lesereichweite und hoher Datensicherheit. Während herkömmliche HF-RFID-Tags hauptsächlich zur Identifikation dienen, wurde ICODE DNA für Anwendungen entwickelt, bei denen zusätzlich die Echtheit eines Produkts überprüft werden muss. Durch AES-128-basierte Tag-Authentifizierung und gegenseitige Authentifizierung können Lesegeräte oder Backend-Systeme prüfen, ob ein Tag zu einer vertrauenswürdigen Produktionscharge gehört, bevor geschützte Daten freigegeben oder sensible Funktionen ausgeführt werden.

Technische Kerndaten des RFID-Chips

Der IC nutzt kontaktlose Energie- und Datenübertragung und benötigt daher keine Batterie. In Verbindung mit einer geeigneten Antenne kann der Chip ohne direkte Sichtverbindung kommunizieren und unter optimalen Bedingungen eine Lesereichweite von bis zu 1,5 m erreichen. Die tatsächliche Reichweite hängt von Antennengeometrie, Reader-Leistung, Umgebung und dem endgültigen Produktdesign ab. Die RF-Schnittstelle unterstützt schnelle Datenübertragungen bis zu 53 kbit/s und verwendet Mechanismen zur Datenintegrität wie 16-Bit-CRC und definierte Datenrahmen.

  • Chipmodell: SL2S6002 ICODE DNA

  • Betriebsfrequenz: 13,56 MHz HF-RFID

  • Protokollbasis: ISO/IEC 15693

  • Anwenderspeicher: 2048 Bit EEPROM, organisiert in 64 Blöcken mit jeweils 4 Byte

  • Verfügbarer Nutzdatenbereich: 2016 Bit, letzter Block für Zählerfunktionen reserviert

  • Sicherheitsfunktionen: AES-Kryptografie, drei 128-Bit-Schlüssel, Originalitätssignatur, UID, EAS, AFI, DSFID, Datenschutz- und Deaktivierungsfunktionen

  • Lebensdauer und Datenerhalt: 100.000 Schreibzyklen und 50 Jahre Datenspeicherung

  • Bestellform: gesägter Bump-Wafer mit typischer Eingangskapazität von 23,5 pF zwischen LA und LB

Sicherheitsarchitektur, Speicher und Authentifizierung

ICODE DNA verfügt über eine 8 Byte große eindeutige Identifikationsnummer, die während der Produktion programmiert und anschließend nicht mehr verändert werden kann. Diese UID ermöglicht eine individuelle Rückverfolgbarkeit jedes Labels oder Tags. Für Fälschungsschutz-Anwendungen bietet der Chip zusätzlich eine 32 Byte große ECC-basierte Originalitätssignatur. Diese Signatur kann zur Herkunftsprüfung ausgelesen und bei kundenspezifischen Projekten während der Personalisierung angepasst werden.

Die Sicherheitsarchitektur ist deutlich flexibler als ein einfacher passwortgeschützter RFID-Tag. Drei 128-Bit-Schlüssel ermöglichen Tag-Authentifizierung und gegenseitige Authentifizierung mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen. Dadurch kann der Betreiber festlegen, wer geschützte Daten lesen, definierte Speicherbereiche beschreiben, EAS- oder AFI-Einstellungen ändern, den Datenschutzmodus aktivieren oder die Deaktivierungsfunktion verwenden darf.

Der Anwenderspeicher ist in 64 Blöcke mit jeweils 4 Byte unterteilt. Davon stehen 63 Blöcke für normale Nutzdaten zur Verfügung, während der letzte Block für den 16-Bit-Zähler reserviert ist. Dieser Zähler kann über einen WRITE-Befehl erhöht und durch gegenseitige Authentifizierung geschützt werden. Dadurch eignet er sich für Anwendungen mit Nutzungszählung, Prüfprozessen oder kontrollierten Zugriffsvorgängen.

Typische RFID-Anwendungen

ICODE DNA eignet sich besonders für Markenschutz, Fälschungsschutz, Authentifizierung hochwertiger Produkte, Dokumentenverfolgung und sichere Ticketing-Systeme. In Konsumgüterprojekten kann der Chip dabei helfen, die Echtheit eines Produkts zu überprüfen, bevor ein mobiles Gerät, stationärer Reader oder Serviceterminal die Ware als authentisch akzeptiert.

Aus Produktionssicht kann dieser Chip in RFID Labels für Konsumgüter, Logistikdokumente, Ersatzteile, Kosmetikprodukte, pharmazeutische Verpackungen und Markenartikel integriert werden. Ebenso ist der Einsatz in RFID Tickets für Skigebiete, Veranstaltungen, Freizeitparks und geschlossene Zugangssysteme möglich, bei denen die Ticket-Echtheit entscheidend ist. Für spezielle Anwendungen kann der Chip nach Prüfung von Antennendesign, Gehäusematerial, Speicherstruktur und Reader-Kompatibilität in ausgewählte RFID Tags integriert werden.

Hinweise zu Kompatibilität, Gehäuse und kundenspezifischer Fertigung

Da der SL2S6002 ICODE DNA als Chip-Komponente geliefert wird, hängt die endgültige Leistung stark von Antennendesign, Trägermaterial, Produktgröße und Reader-Konfiguration ab. Das Datenblatt beschreibt eine Wafer-basierte Bestellform mit gesägtem Bump-Wafer, einer Dicke von 120 Mikrometern, einem 7 Mikrometer Polyimid-Abstandshalter und einer typischen Kapazität von 23,5 pF zwischen den Antennenanschlüssen.

Vor einer Serienproduktion sollten Entwickler die benötigte Speicheraufteilung, Zugriffsrechte, Schlüsselstrategie, EAS-Einstellungen, AFI-Werte, Kunden-ID und den Umgang mit der Originalitätssignatur definieren. Außerdem sollte die Reader-Kompatibilität mit den geplanten ISO/IEC 15693 Befehlen getestet werden, da einfaches UID-Lesen nicht automatisch die Unterstützung von Authentifizierung, geschütztem Speicherzugriff, Datenschutz, Deaktivierung oder Zählerfunktionen bedeutet.

SCIVAS nutzt das ICODE DNA Datenblatt als technische Grundlage für die Beratung zu HF-RFID-Produkten, Speicheranforderungen, Antennendesign, Gehäusematerialien und projektspezifischen Authentifizierungslösungen. Für Kunden ist es wichtig, zunächst den konkreten Anwendungsfall zu definieren: reine Identifikation, Fälschungsschutz, Dokumentenkontrolle, Ticketprüfung oder sichere Asset-Authentifizierung. Anschließend kann der passende RFID-Formfaktor ausgewählt und vor der Serienfertigung getestet werden.

FAQ

Wofür wird der SL2S6002 ICODE DNA hauptsächlich eingesetzt?

Der SL2S6002 ICODE DNA wird hauptsächlich für HF-RFID-Anwendungen eingesetzt, die neben der Identifikation auch kryptografische Echtheitsprüfungen benötigen. Typische Einsatzbereiche sind Markenschutz, Fälschungsprävention, sichere Tickets, hochwertige Vermögenswerte und Dokumentenverfolgung.

Benötigt der ICODE DNA Chip eine Batterie?

Nein. ICODE DNA ist ein passiver HF-RFID-Chip und erhält seine Energie aus dem elektromagnetischen Feld des RFID-Lesegeräts. Dadurch eignet er sich für dünne Labels, Tickets, Karten und kundenspezifische Transponder.

Wie viel Speicher bietet der SL2S6002 ICODE DNA?

Der Chip verfügt über 2048 Bit EEPROM-Anwenderspeicher, organisiert in 64 Blöcken mit jeweils 4 Byte. Davon stehen 2016 Bit für Nutzdaten zur Verfügung, während der letzte Block für die 16-Bit-Zählerfunktion reserviert ist.

Was macht ICODE DNA sicherer als einen Standard-HF-RFID-Tag?

Die wichtigste Sicherheitsfunktion ist die AES-128-basierte Authentifizierung mit gegenseitiger Authentifizierung. Zusätzlich unterstützt der Chip drei 128-Bit-Schlüssel, flexible Zugriffsrechte, UID, Originalitätssignatur sowie geschützte EAS-, AFI- und Datenschutzfunktionen.

Ist der ICODE DNA Chip für HF-RFID-Anwendungen mit größerer Reichweite geeignet?

Ja. Der Chip wurde für ISO/IEC 15693 HF-RFID-Anwendungen entwickelt. Unter geeigneten Bedingungen kann mit passender Antenne eine Lesereichweite bis zu 1,5 m erreicht werden. Die tatsächliche Reichweite hängt jedoch von Antenne, Reader, Umgebung und Produktaufbau ab.

Eignet sich ICODE DNA für kundenspezifische RFID-Produkte?

Ja. Der Chip kann in kundenspezifische Labels, Karten, Tickets oder Tags integriert werden. Vor der Serienfertigung sollten Speicherstruktur, Schlüsselverwaltung, Signaturhandling, Antennendesign und Authentifizierungsanforderungen festgelegt werden.

Was sollte vor der Auswahl des SL2S6002 ICODE DNA geprüft werden?

Käufer sollten prüfen, ob ihre Reader und Systeme die benötigten ISO/IEC 15693 Befehle sowie die geplanten Authentifizierungsfunktionen unterstützen. Zusätzlich sind Speichergröße, Sicherheitsrechte, Bauform, Reichweite und der tatsächliche Bedarf an Fälschungsschutz zu berücksichtigen.

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